Anwendungsbeispiel: Employer-Branding-Präsentation für den Mittelstand

Illustratives Projektszenario: So kann eine Employer-Branding-Präsentation für ein mittelständisches Technologieunternehmen aussehen, die auf Karrieremessen und im Recruiting überzeugt.

Case Study: Employer Branding Präsentation für Recruiting und Karrieremessen

Anwendungsbeispiel Employer Branding: Dieses illustrative Projektszenario zeigt, wie eine Employer-Branding-Präsentation für ein mittelständisches Technologieunternehmen aussehen kann. Es ist kein benanntes Kundenprojekt, sondern ein typisches Beispiel. Stellen Sie sich einen Hidden Champion vor, der im „War for Talent” ein bekanntes Problem hat: hervorragende Arbeitsbedingungen, spannende Projekte und eine starke Unternehmenskultur, aber kaum Bekanntheit bei potenziellen Bewerbern. Eine Agentur aus dem Netzwerk von Präsentationsexperten kann eine Präsentation entwickeln, die das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber sichtbar macht.

Die Ausgangssituation (Beispielszenario)

Angenommen, das Unternehmen ist in seiner Nische Weltmarktführer, ein typischer deutscher Hidden Champion. Die Produkte sind innovativ, die Kundenliste beeindruckend, die Mitarbeiterzufriedenheit hoch. Aber im Recruiting steht das Unternehmen in direkter Konkurrenz zu bekannten Marken und Konzernen mit deutlich mehr Budget für Employer Branding.

Typische Herausforderungen

  • Geringe Bekanntheit: Außerhalb der Branche kennt kaum jemand das Unternehmen.
  • Inkonsistente Materialien: HR nutzt eine zusammengestückelte Präsentation mit veralteten Informationen.
  • Fehlende Employer Value Proposition (EVP): Was das Unternehmen als Arbeitgeber besonders macht, ist intern klar, aber nie systematisch formuliert worden.
  • Multichannel-Anforderung: Die Materialien sollen auf Karrieremessen, in Recruiting-Gesprächen, auf der Website und in Social Media funktionieren.
  • Zielgruppenvielfalt: Vom Ingenieur über den IT-Spezialisten bis zum Azubi brauchen verschiedene Zielgruppen verschiedene Ansprachen.

So kann eine Agentur vorgehen

EVP-Workshop

Der erste Schritt ist kein Design, sondern Strategie. In einem ganztägigen Workshop mit HR, Marketing und Geschäftsführung wird die Employer Value Proposition herausgearbeitet, also das Versprechen, das das Unternehmen als Arbeitgeber einzigartig macht.

Die Methode: Analyse der letzten Mitarbeiterbefragung, Interviews mit langjährigen Mitarbeitern und ein systematischer Vergleich des Arbeitgeberangebots mit den Wettbewerbern.

Ein mögliches Ergebnis: Drei zentrale EVP-Säulen, die das Unternehmen authentisch und differenzierend positionieren, zum Beispiel:

  1. Technologischer Vorsprung: Mitarbeiter arbeiten an Produkten, die weltweit Standards setzen.
  2. Entwicklungsperspektiven: Vom Praktikanten zum Projektleiter, individuelle Karrierepfade statt starrer Hierarchien.
  3. Mittelstandskultur: Kurze Wege, echte Verantwortung, familiärer Zusammenhalt.

Storytelling-Konzept

Auf Basis der EVP entsteht ein Storytelling-Konzept, das reale Geschichten von Mitarbeitern in den Mittelpunkt stellt. Statt abstrakter Versprechungen werden konkrete Beispiele erzählt, etwa:

  • Die Ingenieurin, die früh ihr erstes internationales Projekt leitet.
  • Der Azubi, der sein Projekt auf einer internationalen Messe präsentiert.
  • Die Entwicklerin, die vom Startup zum Hidden Champion wechselt und den Unterschied beschreibt.

Solche Geschichten geben der Präsentation Authentizität und Emotionalität, zwei Faktoren, die im Employer Branding entscheidend sind.

Employer-Branding-Workshop mit EVP-Entwicklung und Mitarbeiterfotos

Multi-Format-Design

Ein gutes Designteam entwickelt ein visuelles Konzept, das auf allen Kanälen funktioniert. Die Herausforderung: Die gleiche Botschaft muss auf einem großen Messescreen genauso überzeugen wie auf einem LinkedIn-Post im Smartphone-Format.

Eine bewährte Lösung ist ein modulares Designsystem mit drei Formaten:

  • Messe-Format (16:9, interaktiv): Eine selbstlaufende Präsentation mit Animationen, die Besucher am Stand anzieht und informiert. Ergänzt durch interaktive Elemente, bei denen Besucher sich durch verschiedene Themenbereiche navigieren können.
  • Recruiting-Format (16:9, PDF): Eine statische Version, die im Recruiting-Prozess verschickt werden kann: kompakt, informativ, professionell.
  • Social-Media-Format (1:1, einzelne Folien): Einzelne Folien im quadratischen Format, optimiert für LinkedIn und Instagram, mit starken Bildern und kurzen Botschaften.

Fotoshooting-Koordination

Um authentische Bilder zu erhalten, lässt sich ein Fotoshooting im Unternehmen koordinieren. Statt Stockfotos zeigt die Präsentation dann echte Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen, in Meetings und bei Teamevents. Die Fotografin arbeitet nach einem Briefing, um die Bildsprache an das Designkonzept anzupassen.

Employer-Branding-Präsentation auf der Karrieremesse im Einsatz

Möglicher Projektumfang

Beispielhafte Liefergegenstände

  • 1 interaktive Messe-Präsentation (selbstlaufend, mit Animationen)
  • 1 Recruiting-Präsentation (als PDF verschickbar)
  • Mehrere Social-Media-Folien (1:1-Format für LinkedIn und Instagram)
  • 1 Styleguide für die einheitliche Weiterführung
  • Bildmaterial vom koordinierten Fotoshooting
  • Textbausteine für Stellenanzeigen und Social-Media-Posts

Mögliche Wirkung

Eine durchdachte Employer-Branding-Präsentation kann im Recruiting messbare Effekte erzielen, zum Beispiel mehr Standbesucher und Bewerbungen nach Messeeinsätzen, eine bessere Passung der Kandidaten und höhere Engagement-Raten auf Social Media. Welche Größenordnung erreicht wird, hängt stark von Branche, Region und Ausgangslage ab und lässt sich erst im realen Projekt über die jeweiligen KPIs belegen.

Worauf es bei Employer Branding ankommt

1. EVP vor Design

Ohne eine klare Employer Value Proposition bleibt jede Employer-Branding-Präsentation beliebig. Der EVP-Workshop ist meist die wichtigste Investition im gesamten Projekt.

2. Authentizität schlägt Perfektion

Echte Fotos von echten Mitarbeitern wirken stärker als perfekte Stockfotos. Kandidaten merken den Unterschied und vertrauen authentischen Bildern mehr.

3. Multi-Format von Anfang an denken

Employer-Branding-Materialien werden heute auf vielen Kanälen eingesetzt. Wer die verschiedenen Formate von Anfang an mitdenkt, spart sich spätere Anpassungen und erhält ein konsistentes Erscheinungsbild.

Planen Sie ein Employer-Branding-Projekt? Über Präsentationsexperten finden Sie kostenlos die passende Agentur aus unserem Netzwerk. Erfahren Sie mehr über unsere Methode oder kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung. Lesen Sie auch unsere weiteren Anwendungsbeispiele.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Employer-Branding-Präsentation?
Eine Employer-Branding-Präsentation positioniert ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber. Sie wird auf Karrieremessen, in Recruiting-Gesprächen, bei Hochschulkooperationen und in Social Media eingesetzt. Der Fokus liegt auf Unternehmenskultur, Benefits, Karrieremöglichkeiten und den Werten des Unternehmens.
Für welche Kanäle lässt sich die Präsentation optimieren?
Typischerweise wird das Material für drei Hauptkanäle optimiert: eine interaktive Bildschirmpräsentation für Karrieremessen, eine verschickbare PDF-Version für das Recruiting und eine Reihe von Einzelfolien im 1:1-Format für Social Media (LinkedIn, Instagram).
Wie lässt sich der Erfolg einer Employer-Branding-Präsentation messen?
Der Erfolg lässt sich an mehreren Kennzahlen messen: Anzahl der Bewerbungen nach Messeeinsätzen, Verweildauer am Messestand, Feedback von Bewerbern im Recruiting-Prozess und Engagement-Raten auf Social Media. Welche dieser KPIs sich verbessern, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab.
Lassen sich auch Employer-Branding-Videos erstellen?
Der Fokus liegt auf Präsentationsformaten. Für Videoproduktionen arbeiten viele Agenturen mit Partnern zusammen und können ein Gesamtpaket koordinieren. Die Inhalte und das visuelle Konzept der Präsentation dienen dann als Grundlage für die Videoproduktion.
Was unterscheidet eine gute Employer-Branding-Präsentation von einer schlechten?
Gute Employer-Branding-Präsentationen sind authentisch, zeigen echte Menschen und Geschichten, kommunizieren klar die Alleinstellungsmerkmale als Arbeitgeber und sprechen die Zielgruppe auf Augenhöhe an. Schwache Präsentationen wirken generisch, verwenden Stockfotos und Listen von Benefits, die jeder Arbeitgeber bieten könnte.
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